Kaum hat das neue Jahr begonnen, schon sind die ersten zwei Monate davon um. Immer wieder unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Weil das so ist und ich 2027 ein neues Buch herausgeben möchte, habe ich in den letzten Wochen das Handlungsgerüst für meinen neuen Roman aufgebaut und im Februar mit der Rohfassung gestartet.
Ein paar technische Hürden musste ich allerdings erst noch überwinden. So hat sich mein Schreibprogramm konsequent aufgehängt, sobald ich Funktionen wie «Suchen» oder «Dialoge hervorheben» nutzen wollte. (Diese Funktionen sind übrigens der Grund dafür, warum ich mir dieses nicht ganz billige Schreibprogramm angeschafft habe). Als wir dieses Problem im Griff hatten, konnte ich endlich losschreiben. Bis das Programm plötzlich dazu überging, mir die Buchstaben «Ä» und «Ü» zu verweigern. Man staunt, wie oft man diese Umlaute braucht. Egal ob glücklich oder betrübt – ob mit Übergangsjacke oder ärmellos, sie verstecken sich in unzähligen Worten. Mysteriöserweise sind «Ä» und «Ü» nun aber doch wieder zurück. Vielleicht weil sie bemerkt haben, dass ich sie durch «Ae» und «Ue» ersetzen wollte. Das war ihnen dann doch nicht recht. Dazu habe ich im Februar meinen ersten Hörbuchvertrag unterschrieben. So steht 2026 doch noch eine Veröffentlichung an …
Der Startschuss ist gefallen – ich schreibe wieder
Das letzte Jahr hat wirklich viele Abenteuer mitgebracht. Ich durfte Lesungen halten, war zu den Podcasts «AM TISCH» und «Radio Walchwil» eingeladen, habe ein Adventsbuch produziert, bin damit durch Märkte getingelt und als Krönung durfte ich Teil der SRF Sendung «mini chuchi dini chuchi» sein. Das alles hat meinen Radius extrem vergrössert. Ich habe Bekanntschaften, sogar Freundschaften geschlossen und ich konnte neue Leserinnen gewinnen. Es war ein turbulentes Jahr mit unzähligen ersten Malen.
Was zwischen den ganzen Abenteuern, Marketing, Mails, Paketversand und Buchhaltung zu kurz kam, war das Schreiben. Doch in den letzten Wochen habe ich die Szenen meines neuen Buchs final geplant und zu einem tragenden Romankonstrukt zusammengepuzzelt. Dabei geholfen hat mir auch ein Recherche-Treffen mit einer Pflegefachfrau, die sich gerade mit einem mobilen Pflegedienst selbstständig macht. Ich durfte ihr breites Fachwissen anzapfen, um letzte Fragen zur pflegerischen Tätigkeit meiner Hauptfigur zu klären. Nun hat sich mein Schreibzimmer wieder in eine Geschichtenwerkstatt verwandelt und ich habe mit der Rohfassung begonnen. Eine magische Arbeitsphase beginnt …

Puzzeln ist eigentlich nicht so mein Hobby. Aber für Romanhandlungen mache ich eine Ausnahme 😉 …

Ich hatte bisher drei Gleitschirmleinen als „Plotline“. Diesmal brauche ich fünf. Glücklicherweise habe ich einen handwerklich begabten Mann.

Mal sehen, wie sehr „nach Plan“ es dann tatsächlich läuft …
«Karpfen im Froschteich» als Hörbuch
Seit Monaten trudeln in regelmässigen Abständen unaufgeforderte Sprechproben von Hörbuchsprecherinnen bei mir ein. Offenbar hat der Froschteich doch eine gewisse Reichweite entwickelt.
Als grosser Hörbuch-Fan war ich sofort offen für ein solches Projekt. Doch keine der Hörproben hat mich restlos überzeugt. Zu glatt, zu hoch, zu sächsisch … Die richtige Stimme für Katja und ihre Geschichte war nicht dabei. Bis ich aus einem Impuls heraus selbst eine Sprecherin angefragt habe …
Vor zwei Jahren auf einer Buchmesse habe ich Sprecherin Stephanie Lamprecht kennengelernt. Ich fand sie auf Anhieb sympathisch und wir blieben in losem Kontakt. Als sie im letzten November bei mir Adventsbücher bestellte, schrieb ich auf den Kartonboden der Buchverpackung eine kleine Botschaft. Ich wusste, dass sie meinen Roman bei sich zu Hause hat, und ergänzte meinen Gruss spontan um die Bitte nach einer Hörprobe von ihr. Kurz und knapp: Die Hörprobe des ersten Kapitels von «Karpfen im Froschteich» kam, ich fand sie super und meine Testhörerinnen überzeugte sie auch. Ich hatte die Stimme gefunden, die ich mir für Katja wünschte.
Ein paar Wochen darauf folgte ein Meeting mit Stephanie und dem Hörbuchverlag Speech Studio, der das Audiobook in die Shops bringen wird. Und am 12. Februar 2026 habe ich meinen ersten Hörbuch-Vertrag unterzeichnet. Ich freue mich sehr! Und ich bin gespannt auf diese Reise und vor allem darauf, wie es wird, mein eigenes Buch im Sommer 2026 das erste Mal zu hören.

Mein erster Hörbuch-Vertrag. Darauf musste ich trinken 😉 …

Im Sommer 2026 wird mein Roman auf allen gängigen Plattformen und als Download hörbar.
Blogdekade
Bei «The Content Society», der wunderbaren Bloggerinnen-Gemeinschaft, bei der ich inzwischen das dritte Jahr mit dabei bin, gab es auch in diesem Jahr wieder eine Blogdekade. Das Ziel einer Blogdekade besteht darin, zehn Blogartikel in zehn Tagen zu veröffentlichen. Das können neue Artikel sein, Solche, die schon lange im Entwurf Ordner vor sich hin dümpeln oder man kann diese Tage nutzen, um bereits veröffentlichte Blogartikel zu überarbeiten. Das Highlight: Jeden Morgen gibt es für die, die Zeit und Lust haben die Möglichkeit, sich bei einem Zoom-Treffen neue Schreibimpulse in Form eines Ideengewitters zu holen. Bei einem Ideengewitter umreisst die Person, die gerne ein paar neue Einfälle mitnehmen möchte, kurz ihr Thema. Dann schreiben alle anderen alles, was ihnen dazu durch den Kopf geht (Fragen, Vorschläge, Anregungen) in den Chat. Abgesendet wird aber erst, wenn alle ihre Vorschläge aufgeschrieben haben. Dann drücken alle gemeinsam die Enter Taste und die ganzen Ideen prasseln wie ein Platzregen nieder. Eine sehr tolle Sache. Ich war in dieser Blogdekade bei zwei Ideengewittern mit dabei. Einmal für meinen eigenen Blog und einmal für den Blog der Schweizer Schreibfrauen, den ich gerne zusammen mit den Schreibfrauen aufbauen möchte.
Ich habe mir für diese Blogdekade vorgenommen zehn Artikel zu schreiben. Acht sind es geworden. Zwei davon hatte ich bereits halb fertig in einem Entwurf-Ordner. Einer entstand aus einem Instagram Post heraus und einer war ein 12 von 12, dieses Format Verblogge ich sowieso jeden Monat. Mein liebster Artikel aus diesen zehn Tagen war «Mein Roman ist keine hohe Literatur – und das ist gut so!»

Inzwischen habe ich glaube ich 105 Blogartikel geschrieben …
Mein Buchtipp im Februar 2026 – Eine Minute Unendlichkeit

Klappentext:
Kurt Selig ist unsterblich – und vollkommen im Stress. Seit Ewigkeiten kümmert er sich um Verstorbene, hetzt von einem Leben zum nächsten und hat selbst in der Unendlichkeit niemals Zeit. Nicht einmal, um in Ruhe einen einzigen Kaffee zu trinken. Er weiß nicht, was es bedeutet, lebendig zu sein. Doch eines Tages wirft Kurt alles hin: Er gibt seinen Löffel ab, um herauszufinden, was Leben wirklich bedeutet – und entdeckt dabei, dass es mehr gibt als Pflicht, Sterben und Tod.
Dieses Buch, das man direkt über Muriel Kälins Webseite Schlusslicht.ch bestellen kann, war 2025 mein absolutes Jahreshighlight.
Mein Senf:
Über dieses Buch bin ich gestolpert, als ich eigentlich den Vorsatz gefasst hatte, keine Bücher mehr zu kaufen. Doch an einem Treffen der Schweizer Schreibfrauen, als die Autorin Muriel Kälin ihren Roman, in dem der Tod auf so sympathische Weise die Hauptrolle spielt, vorstellte, wurde ich schwach … Diesen Roman zu lesen fühlte sich wie ein Experiment an. Und es war eine ganz besondere Geschichte, die ich noch lange in Erinnerung behalten werde. Im Zentrum der kaffeeliebende Tod, der sich Kurt Selig nennt. Geplagt von zu wenig Zeit und mangelnder Wertschätzung von allen Seiten, findet er sich in einem Burn-out wieder. Und da macht er was, was er noch nie gemacht hat – er nimmt sich frei.
Was im Februar sonst noch los war

Arbeiten wo andere sich die Seele aus dem Leib kreischen … Ging aber überraschend gut.

Und man kann in so einem Kinderparadies gute Fotos machen … Wenn es einen nicht stört, dass fremde Kinder auf einen drauf trampeln und mit Plastikbällen schmeissen …

Dann habe ich noch das hochgelobte Februarwetter genossen.

Die ideale Wetterlage um eine Romanhandlung zusammenzupuzzeln.

Gemütliche Stunden – echtes Kerzenschwein.

Sonntagszöpfe habe ich natürlich auch gebacken.

Für eine Lese-Challenge habe ich (k)einen Liebes-Roman gelesen. Ich kann das Buch empfehlen, war wirklich unterhaltsam.

Auch in meinem aktuellen Romanprojekt liegt der Fokus auf Katja und auf der Spitex Sonnwil. Mein Notizbuch quillt über vor neuen Charakteren und Recherche-Infos.

Und ganz am Ende des Monats flammt so was wie Frühling auf.
Frisch gebloggt …
- Ein Ausblick auf 2026: Was du 2026 von mir lesen kannst
- Luftschlösser: Genrewechsel – was ausser Liebeskomödien würde ich gerne schreiben?
- Mein Alltag in 12 Schnappschüssen: 12 von 12 im Februar 2026 – kaltes Wetter, herzerwärmende Momente
- Autorenmarketing: Brauche ich als Autorin Instagram und Co?
- Ein Geständnis: Mein Roman ist keine hohe Literatur – und das ist gut so!
- Blog-Rückblick: Meine wichtigsten Blog-Lektionen 2025
- Ein persönlicher Rückblick: 10 Jahre zurück – eine Dekade voller Abenteuer
- Es gibt sie: Vorurteile über Selfpublishing
- Eine Liebeserklärung: 5 Gründe warum ich es liebe Romane zu schreiben
Ausblick auf den März 2026
- Ich möchte mir möglichst viel Zeit für das Schreiben nehmen. Denn bis Pfingsten will ich die Rohfassung meines neuen Romans fertig haben.
- Vorbereitungen treffen für den Frühlingsmarkt am Samstag, 11. April 2026 im Schulhaus Rubiswil in Ibach SZ.
- Ein Treffen mit meinem Schreibteam, bei dem wir unsere gemeinsame Lesung am 22. Mai 2026 in der Buchhandlung Hall in Schluchsee (Schwarzwald) planen.


