Eine Buchmesse, an der ich mehr gekauft als verkauft habe, tolle Geschichten, die ich als Leserin verschlungen habe, und auch «Karpfen im Froschteich» stand im Zentrum. Denn ich durfte für einen Beitrag, der in der Zeitschrift «Glückspost» erscheinen wird, über Freundschaft sprechen. Und laut gelesen habe ich auch – in fünf Lesungen vor wunderbarem Publikum.
Und wieder lohnt es sich, sitzen geblieben zu sein …
Wer schon mal auf meiner Über mich-Seite gestöbert hat, weiss es bereits. Ich bin in der Schule sitzengeblieben. Mit voller Absicht. Und mit gutem Grund. Denn ich wollte zu meiner besten Freundin in die selbe Klasse kommen. Die ist ein Jahr jünger als ich und wir hatten den gleichen Schulweg. Leider hatten wir manchmal unterschiedliche Unterrichtszeiten und überhaupt hätten wir gerne mehr Zeit zusammen verbracht. Also fasste ich einen Plan. Ich habe alles was mit lernen zu tun hatte auf Eis gelegt – ein Schuljahr im Winterschlaf sozusagen. Danach begann für mich der Frühling meiner Schulzeit – Andrea und ich verbrachten ab der 4. Klasse unsere gesamte Schul- und Freizeit miteinander. Auch heute sind wir noch eng verbunden. Und dank dieser Geschichte sass letztens Blanca Imboden für die Zeitschrift Glückspost bei mir am Tisch. Im Januar erscheint ihr Artikel für die Sparte MINI GSCHICHT. Über mich, mein Buch und den Ursprung warum sich in meinem Roman alles um Freundschaft dreht – wegen dieser Freundschaft, die auch nach über dreissig Jahren noch hält.

Ich habe Blancas Besuch sehr genossen. Und ein Kafi bei meinem Mami gab es auch noch 😉 …
Warum ich Buchmessen liebe, obwohl sie finanziell null rentieren
Monate sind vergangen seit dem Tag, an dem mich Heidi Troi angeschrieben hat um mich an die von ihr organisierte «Buchmesse Blätterrascheln» in Brixen/Südtirol einzuladen. Und natürlich war mir schon bei meiner Zusage vollkommen klar, dass dieses Vorhaben von der finanziellen Warte aus in die Schublade «Liebhaberei» einzuordnen ist.
Aber es geht eben nicht immer nur darum, Geld zu verdienen. Bei Buchmessen, jedenfalls so wie ich es bisher erlebt habe, zählt mehr der Netzwerk- und Werbe-Aspekt. Denn was das angeht sind solche Messetage wahnsinnig bereichernd. So habe ich viele Autoren und Autorinnen mit denen ich über Instagram oder durch die Facebook Gruppe der Schweizer Schreibfrauen lose vernetzt bin persönlich kennengelernt und bekannte Gesichter wiedergesehen. Sich ab und zu mal in Lebensgrösse zu sehen, tut gut. Denn gerade als Autorinnen – viele von uns im Selfpublishing – kommt der Austausch mit Gleichgesinnten oft zu kurz.
Die Messe selbst war Top organisiert. Heidi Troi und ihr Team haben alles gegeben. Von Webseite über Social Media, Presseartikel, Radispot, ein Banner an der Hauptstrasse … Mehr Werbung geht fast nicht. Ausserdem wurde für die Besucher der Messe einiges geboten. Lesungen, Kinderprogramm, Workshops, Gewinnspiele, und das alles bei freiem Eintritt. Wer also im nächsten Herbst eine Buchmesse an einem besonders schönen Ort besuchen möchte, voraussichtlich findet die Blätterrascheln wieder statt.

Ich merke, ich komme nicht mehr drum herum. Ich brauche so einen Werbesteller. Gefühlt alle hatten einen.
Meine persönlichen Messe Highlights:
- Besonders toll war, dass ich an meiner Lesung mehr Publikum hatte, als erwartet. Ich lese immer gerne, aber es gibt einem natürlich ein gutes Gefühl, wenn man ein paar Besucher mehr begrüssen darf.
- Franziska Hidber, mit der ich über die Schweizer Schreibfrauen schon länger verbunden bin, hat ihren Tisch extra für meine Lesung verlassen und sogar ein paar Fotos geknipst. Sie persönlich kennenzulernen hat mich mega gefreut – und auf ihr Jugendbuch «Snöber» bin ich auch gespannt!
- Mein Schreib-Gspähndli Walter Uehli war mein Tischnachbar. Das war besonders schön, weil wir uns sonst nur einmal im Jahr persönlich sehen.
- Priska Lo Cascio habe ich auch erst an der Messe kennengelernt. Der Austausch mit ihr als Verlagsautorin war besonders spannend.
- Einen besonderen Motivationsschub hat mir ein Gespräch mit Ella Marcs gegeben. Ich hatte eigentlich nicht mehr vor mich bei DELIA zu bewerben, doch jetzt, da ich auf der Messe sie und andere Autorinnen dieses Vereins kennengelernt habe, habe ich grosse Lust darauf, mich ihnen anzuschliessen.
- Brixen selbst war ebenfalls ein grosses Highlight! Ich habe die Gassen mit all seinen Erkern und Türmchen geliebt. Es fühlte sich an, als wäre man in einem Themenpark gelandet.

Man konnte sich nicht satt sehen, so viele schöne Gebäude gab es.
Um diese Bücher ist mein SuB (Stapel ungelesener Bücher) gewachsen an diesem Tag …

Peter Gross hat mir sein sehr persönliches Buch als «Buchtausch» angeboten und ich habe diesen Tausch gerne angenommen.

Mit Franziska Hidber bin ich über die Schweizer Schreibfrauen schon länger lose verbunden. Sie persönlich kennenzulernen war eines meiner Highlights – und auf ihr Jugendbuch «Snöber» freue ich mich auch!

Für meine Lesechallenge war ich ohnehin auf der Suche nach einem «Wolldeckenbuch» das habe ich bei Isabell Lahmer gefunden.

Schon lange wollte ich ein Buch von Heidi Troi haben. Denn obwohl ich noch nicht dazu gekommen bin eines ihrer Bücher zu lesen, bin ich ein grosser Fan von ihr. Ich bewundere was sie alles auf die Beine stellt – unter anderem auch die Buchmesse Blätterrascheln.

Ich hatte Ella Marcs schon lange auf dem Schirm – allerdings ihre Liebesromanreihe. Die bunt gestreiften Cover haben es mir angetan. Aber da ich mich an der Messe schon mit Liebesromanen eingedeckt habe, und mich zugegeben total in den Farbschnitt dieses Buches verknallt habe, kommt wieder ein mal etwas Cosy Crime auf meine Leseliste.

Das Buch meines Schreib-Buddy und Standnachbarn Walter Uehli kenne ich erst aus dem Stadium vor dem Lektorat – ich durfte seinen Thriller nämlich Testlesen. Ich werde es im November für meine Lesechallenge lesen und bin gespannt auf die finale Version dieses Romans.
Alle guten Dinge sind fünf
Ich habe mir mehr Lesungen gewünscht und in diesem Monat durfte ich wirklich oft vor wunderbarem Publikum lesen.
An der Buchmesse Blätterrascheln …
An einigen Buchmessen gehören Lesungen zum Unterhaltungs-Programm für die Besucher dazu. Auf der Blätterrascheln Buchmesse in Brixen hatten die Gäste die Qual der Wahl. Im Halbstundentakt wurde in drei Räumen parallel gelesen. Nach Genre aufgeteilt. Krimi, Romance und Lesungen für Kinder. Die Leseslots wurden im Voraus ausgelost und ich gehörte zu den Glücklichen, die die Gelegenheit bekamen, mit einem kurzen Leseprogramm aufzuwarten. Meine Lesung war für morgens um 11.00 Uhr angesetzt und als schon drei Damen im Raum sassen als ich herein kam, war ich bereits happy. Der Raum füllte sich dann aber noch ziemlich. Ich lese immer gerne, doch natürlich geniesst man es, ein grösseres Publikum zu haben.

In der Wöschhütte von Landfrauenküche Gewinnerin 2025, Irène Meier
Man soll die Feste feiern wie sie fallen … Ich habe Irène vor ein paar Wochen beim Wocheneinkauf angetroffen. Als ich ihr erzählt habe, dass ich gerne mehr Lesungen machen möchte, war sie gleich voll dabei. Wie aus der Pistole geschossen sagte sie: «Komm doch zu mir in die Wöschhütte!» Ein paar Tage darauf trafen wir uns genau dort. Wir planten, verteilten Aufgaben und ich setzte einen Flyer und eine Anmeldeseite auf … Wir hatten Platz für ungefähr 25 Stühle – die Irènes Mann praktischerweise besass. Und so durfte ich am 23. Oktober 2026 in einem voll besetzten, mega gemütlichen Raum meine beiden Bücher vorstellen. Es war ein grossartiger Abend.

Drei Mini-Lesungen an einem Tag
Am Kreativmarkt in Flums lernte ich eine sehr coole Frau kennen. Und die Sympathie beruhte auf Gegenseitigkeit. Ihre Begeisterung für mich und mein Buch war sogar so gross, dass sie in ihrem Bekanntenkreis bei jeder sich bietenden Gelegenheit Werbung für mich gemacht hat. Und so ergab es sich, dass ich am Tag der offenen Tür von Jemako Vertreterin Cornelia Wildhaber drei Lesungen halten durfte. Morgens, nachmittags und eine am Abend. Und in jeder sassen viele interessierte Zuhörerinnen. Auf den ersten Blick mutet das vielleicht etwas seltsam an. Doch bei genauerer Betrachtung passte diese Umgebung perfekt. Schliesslich bin ich seit zwanzig Jahren Putzfrau und setze dabei schon immer auf genau diese Marke. Es könnte also Karma sein, dass ich genau in diesen Ausstellungsräumen gelandet bin und einen wirklich unvergesslichen Tag verbringen durfte.

Mein Buchtipp im Oktober 2026 – Kopfkino von Blanca Imboden

Klappentext:
Blanca Imbodens neues Buch, »Kopfkino«, ist für einmal kein Roman, sondern überrascht mit Geschichten, die durch den ganz normalen Alltag inspiriert sind. Manchmal braucht es nur einen Satz, den die Autorin irgendwo aufschnappt, und schon läuft vor ihrem inneren Auge ein Film ab, den sie dann in kürzeren oder längeren Kolumnen in Worte fasst. Einige der Texte sind in Zeitungen erschienen, viele trug sie immer wieder an ihren Lesungen vor und hörte danach genauso oft: »Gibt es diese Geschichten nicht auch in einem Buch?« Und jetzt ist es so weit, hier sind sie, Blanca Imbodens so gern gehörte Antworten auf Fragen wie »Hat der Gummistiefel eine Seele?«, »Was macht eine Kakerlake im Paradies?«, »Kann ich den November überspringen?«, »Wer ist eigentlich dieser Bethlehem?«, »Helfen Kleiderschranksprünge beim Abnehmen?« oder »Wie viele Wörter braucht ein Mensch?«.
»Blanca Imboden gehört zu den erfolgreichsten Schriftstellern der Schweiz. Das Feuilleton kennt sie nicht, ihre Fans lieben sie.«
Mein Senf:
Ich mag Blanca Imbodens Unterhaltungsromane. Wahrscheinlich vor allem wegen ihrer frischen und so nahbaren Sprache, ihrem Witz und ihren guten Ideen. Und all das – gepaart mit viel persönlichem – findet sich auch in diesen Kolumnen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und dabei oft geschmunzelt. Und da ich Blanca gerade getroffen habe, habe ich es gleich wieder einmal gelesen, wahrscheinlich so zum dritten Mal 🙂 …
Was im Oktober 2026 sonst noch los war

Dank meiner Lese-Challenge begleitete mich in den letzten Wochen «etwas Historisches». Und der Roman von Eva-Maria Müller war wirklich ein Highlight.

Alles ist geplant und recherchiert. Nun sitze ich an der Rohfassung meines nächsten Romans.

Ich habe noch 99 Exemplare von «Advent, Advent, der Tannenbaum brennt!». Die habe ich mit Postkarten ausgestattet für anstehende Märkte und Lesungen. Und natürlich für Onlinebestellungen HIER.

In diesem Monat hat sich alles ums Lesen gedreht. Laut, leise … Da kann man schon mal an die Decke gehen ;).

Wer mich kennt weiss, da ist keine KI im Spiel. Ich war im «Haus steht Kopf».

Drei Jahre lang habe ich 50-Räppler in dieser Flasche gesammelt. Jetzt wurde ausgezählt. Der Betrag hing zwischen den Kosten eines Korrektorats und eines Covers. Für ein Lektorat hätte ich mehr als das Doppelte gebraucht …

Ein Kaffee mit Freundinnen und dem Ausblick auf den Talkessel Schwyz. Herrlich.

Eigentlich wäre mit «Urban Scetching» gemeint, man malt schnell mal ein Bild von einem Ort an dem man gerade ist. Für diese paar Häuser in Brixen habe ich drei Ewigkeiten gebraucht. Und eine Trash-Sendung-Länge zum ausmalen …

Ja, «Wohlfühlroman» ist so ein falsches Wort, das sollte man unbedingt gegen «Wohlkühlroman» ersetzen. Elsa und Anna lassen grüssen. Oder Maulwurf Pauli bei «Wohlwühlroman». Diese Korrekturprogramme haben Humor.

Für den November habe ich mir ein ambitioniertes Ziel gesetzt. 50000 Wörter. Also 1666 täglich. Warum? Es ist Novemberschreiben und ich brauche eine Deadline für meine Rohfassung. Bei meinem nächsten Monatsrückblick müssen diese Felder bunt sein. Drück mir die Daumen.
Was ich im Oktober 2026 gebloggt habe
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12 von 12 im Oktober: Kampf dem Chaos und Tür auf für eine besondere Besucherin
- (M)ein Vorurteil: «Lesungen sind nur etwas für Intellektuelle» – oder etwa doch nicht?
- Monatsrückblick September 2026: Immer noch Sommer
- Hier sind neue Bücher dazu gekommen: Buchtipps der anderen Art
- Und hier auch ;): Leseempfehlungen für querbeet Leserinnen
Ausblick auf die nächsten Wochen
- Ich werde viel Werbung für meine Geschenkgeschichte «Gestrandet in Sonnwil» machen.
- Am 7. November bin ich mit einem Tisch am Koffermarkt Dagmersellen
- Letzte öffentliche Lesung 2026: Am 19. November lese ich in Sarah`s Papeterie in Walenstadt. AUSGEBUCHT.
- Ansonsten will ich im November den Fokus voll auf die Rohfassung meiner aktuellen Geschichte legen. Ob ich sie am 1. Dezember fertig haben werde …?








