Im November gipfelte die Arbeit meines ganzen Jahres. Denn das Zeitfenster, in dem sich ein Adventsbuch verkaufen lässt, ist eng begrenzt. So waren die letzten Wochen eine spannende und intensive Zeit. Werbung machen, Bestellungen aufnehmen, Rechnungen schreiben, Pakete packen, Märkte besuchen … Als Selfpublisherin ein Vollzeitjob neben dem ganz normalen Lebenswahnsinn. Doch es hat sich gelohnt. Für all die tollen Begegnungen, für die lieben Rückmeldungen und natürlich auch dafür, dass der Grossteil meiner Auflage aus meinem Lager zu Leserinnen gefunden hat. Ich freue mich riesig!
Ein Buch, dass ich gar nicht schreiben wollte …
Unglaublich. Ich habe den ganzen November über täglich Päckchen versendet. So gut ist mein Kurzgeschichtenband «Advent, Advent, der Tannenbaum brennt!» angekommen. Oft habe ich ein Buch versendet, und als die Empfängerin es zu Hause hatte, wurden noch ein paar Exemplare für Familie und Freunde nachbestellt. Es ist ein Highlight für mich zu wissen, wie viel Freude dieses Werk verbreitet.
Dabei hatte ich gar nie vor, dieses Buch zu schreiben. Überhaupt Kurzgeschichten. Und dann noch was mit Weihnachten. Undenkbar. Dennoch beschloss ich im Herbst 2024, einen E-Mail-Adventskalender anzubieten. Und da ich keine Schreibtipps oder Lebensweisheiten zum besten geben wollte, sondern lieber etwas Lustiges, boten sich kurze knackige Geschichten aus meiner Romanwelt nun mal an. Natürlich habe ich dieses Vorhaben auch gleich auf Instagram verkündet. Und natürlich habe ich mich unzählige Male dafür verflucht. Denn 24 sind dann doch ganz schön viele. Gleichzeitig wuchs meine Adventskalender-Liste rasch an – einen Rückzieher zu machen, wäre undenkbar gewesen.
Doch schon als die ersten Geschichten in den Postfächern meiner Leserinnen landeten, und damit fast täglich liebe Rückmeldungen bei mir eintrafen, war mir klar, dass es eine gute Entscheidung war. So wie es eine gute Entscheidung war, viel Zeit und Geld zu investieren, um aus eben jenen Geschichten ein richtig schönes Buch zu machen. Eines, mit dem man Freude bereiten kann.

Ich freue mich mega, wie gut „Advent, Advent, der Tannenbaum brennt!“ angekommen ist.

Mein Büro war die ganze Zeit voller Päckli – fast wie in einer Elfenwerkstatt.
Koffermarkt im Hotel Kronenhof Schaffhausen
Ich habe mich für den Koffermarkt im Hotel Kronenhof in Schaffhausen schon im Frühling angemeldet. Da ich wusste, wie begehrt dieser Anlass bei Ausstellern – und auch bei den Besuchern ist – habe ich nicht wirklich mit einer Zusage gerechnet. Um so grösser war die Freude, als ich erfuhr, dass ich Teil dieses Koffermarktes sein durfte. Da die Ausstellenden ihre Waren in einem Hotelsaal präsentieren, ist die Zahl der Tische begrenzt. Vor allem habe ich aber gestaunt, wie viele Besucher gekommen sind. Denn es ist ein Markt, an dem man nicht einfach so zufällig vorbeiläuft. Das zeigt, wie grossartig alles organisiert war.
Ich hatte einen wirklich schönen Tag mit vielen neuen Begegnungen und einer megacoolen Tischnachbarin, die wahre Häkelkunstwerke fabriziert. Im nächsten Jahr werde ich mich aber wahrscheinlich nicht mehr bewerben. Der Aufwand für einen Markt, der so weit weg ist, rentiert nun mal nicht …

Leicht zu finden …

Es war schon sehr eng, aber ich hatte zum Glück eine tolle Tischpartnerin.

Sogar den Mond habe ich gesehen …
Mein erstes Schreibfrauentreffen
Ich war noch mitten im Schreiben meines Debütromans, als ich auf Facebook die Gruppe «Schweizer Schreibfrauen» entdeckte. Für mich war es reizvoll, mich auf diese Weise mit Frauen auszutauschen, die schon mehr Erfahrung damit hatten, Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen.
In der Zwischenzeit habe ich selbst zwei Bücher veröffentlicht und hatte schon mit der einen oder anderen Schreibfrau schriftlichen kontakt. Es ergab sich sogar, dass ich innerhalb dieses Netzes in Monica Heinz eine tolle Tischpartnerin für die Bodensee-Buchmesse im letzten Jahr und in diesem Jahr eine coole Fahrgemeinschaft mit Maja Schweizer fand. Doch in diesem November ergab sich die Möglichkeit, gleich ein paar dieser kreativen Frauen persönlich zu treffen.
Dank der Organisation von Patricia Aschilier und Maja Schweizer hatten wir einen gemütlichen Tag mit gutem Essen und ganz viel wertvollem Austausch in Einsiedeln.
Auf der Homepage der Schweizer Schreibfrauen hat Brigitta Winkelried einen Artikel dazu geschrieben – sogar mit einem Video, in dem sie ein paar von uns vorstellt. Ich bin sehr dankbar, Teil dieses Netzwerks zu sein.

Kloster Einsiedeln
Mein Buchtipp im November 2025 – Erika von Elke Heidenreich

Klappentext:
Manchmal weiss man so gar nicht mehr, wo man hingehört im Leben. So wie Betty, die vor den Feiertagen Bilanz zieht: „Es war, als hätte ich zu leben vergessen.“ Wie ein riesiges Plüschschwein namens Erika dem Leben wieder einen – wenn auch verborgenen – Sinn gibt, davon erzählt Elke Heidenreich in einer ihrer schönsten Geschichten. Und keiner kann den melancholisch-versöhnlichen Ton besser ins Bild setzen als Michael Sowa, dessen Erika so anschmiegsam und eigenwillig ist, das man sie sofort lieb gewinnt!
Mein Senf:
Ich habe «Erika» erst als Hörbuch entdeckt. Gelesen wird das übrigens von Elke Heidenreich selbst. Ihr lausche ich immer sehr gerne.
Es ist melancholische Geschichte von einer Zugreise mit einem gigantischen Plüschschwein, das allen, deren Weg es kreuzt, ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Eine Geschichte mit Schmerz aber auch Hoffnung. Und eine, die ich jedes Jahr aufs Neue gerne lese oder höre. Als illustriertes Hardcover wäre es auch ein schönes Geschenk. Also ich kann es wärmstens empfehlen.
Was im November sonst noch los war

Ich habe eine Buchbestellung mit einem aussergewöhnlichen Widmunswunsch bekommen. Die Leserin wünschte sich einen Karpfen …

Immer wieder ein Highlight – ich durfte bei Silvia Vetterli in der Bogenmatt eine Massage geniessen.

Silent Reading im Kafi Uszyt in Oberägeri. Immer einen Besuch wert – nicht nur weil der Kuchen so fantastisch ist . Aber auch ;).

In zwei Monaten habe ich um die 300 Päckli beschriftet und zur Post gebracht …

Kleine Auszeit am Sonntagnachmittag, ein Schellenjass.
Was ich im November 2025 gebloggt habe
- Mein Tag in 12 Bildern: 12 von 12 im November 2025
- Rückblick auf den Oktober 2025: Auf Achse für Gnocchi und mein neues Buch
Ausblick auf den Dezember 2025
- Ich werde mir zwischen Weihnachten und Neujahr Zeit für eine Pause und vor allem für meine Liebsten nehmen.
- Mein neues Manuskript ist angelegt und die Figuren klopfen regelmässig bei mir an. Ich werde ihnen jetzt endlich Platz einräumen.
- Alle Jahre wieder: Ich bin beim Jahresrückblogg von Judith Peters mit dabei und schaue auf 2025 zurück.
PS: Kennst du eigentlich schon meinen Newsletter ?! Den werde ich zum Neujahr sicher auch schreiben 😉 …


